Münch-Einstein

Der virtuelle Dorfplatz

In Münggestai lauft öbbis 10. November 2009

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HimmelspforteAm Samstag findet in Münggestai die Premiere des Stücks „Himmelspforte“ statt, ein Theaterstück, das von einem Münchensteiner, nämlich Christoph Frommherz, geschrieben wurde. Die Besetzung mit Roland Herrmann, Ueli Ackermann und Salome Jantz verspricht Spannung und Unterhaltung.

Tickets können entweder eine Stunde vor der Vorstellung an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Apotheke Zollweiden gekauft werden (Reservation 061 411 50 05).

Premiere:
Samstag 14. November 20.00 Uhr im Mönchskeller, Hauptstrasse 50 in Münggestai – das werde ich mir nicht entgehen lassen, 4 Tickets sind reserviert.

 

Weitere Daten:

Fr 20.  und 27. November um 20.00

Sa 21. und 28. November um 20.00

So 15., 22. und 29. November um 19.00

 

Aufgeschnappt 9. November 2009

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SparübungDer Sparfuchs ist jetzt auch beim Kanton angekommen… wenn auch bei der Budgetposition „Buchstaben“.

Und: Anscheinend ist es doch erlaubt, dass den Wahlunterlagen ein amtliches Informationsblatt mit den Angaben zu denjenigen Kandidatinnen und Kandidaten beiliegt, welche beim zuständigen Statthalteramt gemeldet worden sind. Das wäre also bestimmt auch auf Gemeindeebene statthaft, z.B. bei Ersatzwahlen im Schulrat.

 

Verbote räumen keinen Harassenlauf aus der Welt 6. November 2009

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Traktandum 6 der Gemeindeverwaltung sieht vor, das Polizeireglement zu ändern. Hintergrund ist der Harassenlauf, der bekanntlich als Begleiterscheinung Abfallberge und einige randalierende Betrunkene hervorbrachte. Mit dem Aussprechen eines Alkoholverbotes, Betret- oder Verweilverbotes, mit der Bewilligungspflicht für Grossanlässe und mit dem Wegweisungsartikel will die Gemeinde (oder besser der Kanton) den Auswirkungen des Harassenlaufs begegnen.

Ich bin dagegen, einem Problem mit noch mehr Reglementen und Gesetzen zu begegnen und bin überzeugt, dass dies zur Folge hätte, dass sich die Teilnehmenden dagegen auflehnen würden, was wiederum eine Steigerung des Gewaltpotentials zur Folge hätte – es ist eine alte Tatsache, dass Druck Gegendruck erzeugt.

Der Harassenlauf ist nicht wie z.B. die Streetparade eine organisierte Veranstaltung mit Speis- und Getränkeverkauf (Standgebühren) und angemeldeten Teilnehmern (Wagen, die am Umzug teilnehmen und Gebühren bezahlen) mit deren Einnahmen das Litteringproblem gelöst wird. Der Harassenlauf formiert sich selbst, jeder bringt seine Bierkiste mit, verdienen tun höchstens Coop, Denner oder Tankstelle daran und deshalb kann nie ein „Veranstalter“ in Pflicht genommen werden.

Im Übrigen würde damit auch der Banntag, an dem notabene auch Alkohol konsumiert wird und das nicht zu knapp, bewilligungspflichtig. Will also die Gemeinde dem Banntag die Bewilligung erteilen, dem Harassenlauf aber nicht? Ich prognostiziere, dass die Jugendlichen aus Trotz dann erst recht Gas geben, im Sinne „denen zeigen wirs“. Da nützen weder Zäune, noch Zonenverbote, noch Androhungen.

Fazit: Ich bin bestimmt keine Freundin des Harassenlaufs. Wir müssen aber akzeptieren, dass unsere Gesellschaft solche Phänomene hervorbringt, die sich nicht mit plumpen Verboten aus der Welt räumen lassen. Verbote führen nur zu einer Verlagerung und nicht zu einer Lösung.

Mein Tipp: Situation entschärfen, Änderungsantrag ablehnen, alle 50 Meter Abfallcontainer aufstellen und aktzeptieren, dass unsere Jugendlichen einen Harassenlauf ab und an nötig haben. Kommt dazu, dass die Beseitigung der Abfallberge den Steuerzahler günstiger kommt als ein Grossaufgebot der Polizei.

 

Vom Zahnarzt zur Freiheit 2. November 2009

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Kaum eine Situation lässt mich das Gefühl der Hilflosigkeit besser erleben wie der Besuch beim Zahnarzt. Das Kribbeln beginnt bereits beim Eintreten in die Praxis, steigert sich bei der Bitte das Behandlungszimmer zu betreten und spätesten wenn ich das Lätzchen umgebunden kriege, habe ich alle Selbstbestimmung abgegeben. Ich stelle mir die Frage aller Fragen: Was wäre, wenn ich jetzt einfach aufstehen und den Raum verlassen würde? Die Einsicht, dass das Problem so nur verschoben würde, lässt mich sitzen bleiben und der Bohrer harren, die da kommen werden.

So ziehe ich auch aus dieser Situation eine Lebensweisheit: Man muss zuerst die Kopfschmerzen, den Zahnarztbesuch, die Zwänge selbst erlitten haben, bevor das Gegenteil geschätzt werden kann.

Oder: Gesundheit und Freiheit werden nur als höchste Güter geachtet, wenn sie nicht selbstverständlich sind.

 

Gschichte-Chischte I 29. Oktober 2009

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Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es in Münchenstein den „Mönch“, eine Dorfzeitung, die das Leben vor und hinter den Kulissen der Gemeinde beschrieb. Leider wurde die Erstellung dieses Blattes eingestellt, weil die Tatkräftigen und Schreibwilligen immer weniger wurden. Dieses Weblog soll ähnliches bieten und deshalb nehme ich ein Gefäss aus dem „Mönch“ auf, das „Gschichte-Chischte“ hiess. Kleine Anekdoten sollen darin Platz finden und ich lade alle Leser dazu auf, mir Beiträge für die Veröffentlichung zu schicken. Hier also die erste Anekdote:

Gestern im Zug von Basel nach Bern. Wer sitzt im 1. Klass-Abteil? Daniel Münger, seines Zeichens Landrat im Auftrag der SP, eine Partei, die sich gegen den Kapitalismus wendet. Meine Wenigkeit – Mitglied einer Partei, die immer noch gegen das Klischee kämpft, Partei der Reichen und Einflussreichen zu sein – nahm Platz im normalen Zweitklasswagon.

Da sieht man wieder einmal, dass es sich lohnt, eingefahrene Denkschemen zu durchbrechen und Schubladisierungen vorsichtig einzusetzen.

Wikipedia: Ein Klischee ist eine überkommene Vorstellung oder ein eingefahrenes Denkschema, eine abgedroschene Redensart oder vorgeprägte Ausdrucksweise, ein überbeanspruchtes Bild (Stilmittel), das sich auf eine entweder regelhaft wiedererkennbare oder äquivalent dazu häufig zugeschriebene gemeinsame Eigenschaft einer Menge von Personen, Objekten etc. (konkret einer Menge von Individualbegriffen) bezieht und auf welche das Klischee demnach angewendet werden kann. Das Klischee existiert als etwas geistig bzw. sprachlich Schablonenhaftes. Es ist dabei charakteristisch, dass die Eigenschaft, welche das Klischee bedeutet, nicht eine der Eigenschaften ist, welche die gleichartigen Einzelelemente zu einer benennbaren Klasse werden lässt, sondern vielmehr eine zusätzliche, davon unabhängige Eigenschaft ist.

 

Familie im Wandel und Rose der Woche 23. Oktober 2009

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Ikea Family

Quelle: IKEA Pratteln

Wir Schweizer sind ja immer noch darüber am Nachdenken, welches Familienmodell wir gut finden und ob Fremdbetreuung der Kinder mit unseren traditionellen Werten vereinbar sei. Es gibt kaum eine Lebensform, zu der sich nicht eine Gruppierung berufen fühlt, ihre Wertigkeit abzugeben. Ich sags ja schon immer: Wir Schweizer leben total hinter dem Mond. Die Ikea machts uns vor; heutzutage brauchts nur noch eine Person, um als Familie zu gelten – egal ob fremdbetreut oder nicht.

Wochenrückblick:

Der Gewerbeverband lud zum Vortrag mit Hans Kaufmann. Prominenz aus dem Haus der Wirtschaft soll sich dort sehen gelassen haben und aus Insiderkreisen haben ich vernommen, dass der anschliessende Apéro bis in den nächsten Tag gedauert haben soll. Gemeinderäte sollen sogar Nachhilfestunden in Sachen RSS-Feed erhalten haben…

RoseDie Rose der Woche wächst aus dem letztwöchigen Kaktus der Woche: Die Bauverwaltung hat die Informationslücke der Bevölkerung rasch erfasst, zackzack eine Medienmitteilung verfasst und diese im Wochenblatt publiziert. Eine Verwaltung, die auf Anstösse aus der Bevölkerung reagiert – genau so stellen wir uns das vor.

 

Reaktionen auf den Kaktus der Woche 19. Oktober 2009

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Aufgrund des Kaktus’ der Woche wurde ich in Sachen Bodenmarkierung Einmündung Zelgweg in Gruthweg aufgeklärt. Dank eines Aargauer Hinweises kann ich nun die Bildungslücke betr. gelber Bodenmarkierung  schliessen:

Signalisationsverordnung

Signalisationsverordnung (SSV)1

vom 5. September 1979 (Stand am 1. Januar 2008)

„Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf die Artikel 2, 6, 32, 57, 103 Absatz 1 und 106 Absatz 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 19582sowie Artikel 53 des Bundesgesetzes vom 8. März 19603 über die Nationalstrassen, verordnet:“…

Signalisationsverordnung Grafik

Zudem hat mir Gilbert Davet, Chef Bauverwaltung Münchenstein, erklärt, dass seit der Erstellung der Längsparkplätze auf der anderen Strassenseite ein Problem für die Schulkinder bestände. Die Kinder treten beim Nachhausekommen zwischen den parkierten Fahrzeugen auf die Fahrbahn, um in den Zelgweg einzubiegen, was auch bei Tempo 30 zu Umfällen führen kann. Um die Sicherheit von Schulwegen besser zu gewährleisten hat sich deshalb die Bauverwaltung entschieden, die Situation mit Hilfe eines Längsstreifens für Fussgänger zu entschärfen. Die Schüler sind nun angehalten, die Strassenseite vor den parkierten Autos zu wechseln und auf der anderen Seite das neue „Trottoir“ zu benützen.

Wie gesagt, habe ich nicht an den guten Absichten der Verwaltung gezweifelt. Nur mit der Informationspolitik haperts noch etwas.

 

Rose und Kaktus der Woche 16. Oktober 2009

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Rose

Münchenstein senkt per 1.1.2010 die Abfallgebühren und lässt damit seine Einwohner an der Sanierung der Abfallkasse direkt teilhaben. Das macht  für unseren 4-Personenhaushalt mit zwei 35-Liter-Säcken pro Woche glatte 31 Franken 20 pro Jahr aus. Aber es sind die kleinen Dinge, die eine grosse Signalwirkung haben und der Gemeinderat hat mit dieser Gebührensenkung nicht nur Transparenz bewiesen, sondern psychologisch geschickt das Wohlwollen der Bevölkerung erlangt.

Deshalb erhält der Gemeinderat für diese Aktion die Rose der Woche.

Kaktus der Woche

Der Kaktus der Woche geht an die Bauverwaltung. Still und heimlich wurde eine Bodenmarkierung bei der Einmündung des Zelgwegs in den Gruthweg angebracht, deren Bedeutung ich noch nicht herausgefunden habe. Hier herrscht Tempo 30, eine Ausfahrt vor und nach der Markierung gibt es keine, parkierte Autos habe ich in diesem Bereich noch nie gesehen. Auch ein Fahrlehrer konnte mir die gelb schraffierte Fläche nicht erklären; normalerweise sind Sperrflächen weiss. Ob da wohl die Farbe verwechselt wurde? Aufklärung ist nötig – ich nehme an, dass die Verantwortlichen sich bei der Sache etwas überlegt haben.

Strassenmarkierung Zelgweg

Foto by cpza

 

In Münchenstein läuft was 15. Oktober 2009

Gespeichert unter: Allgemeines — cpza @ 08:56
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Foto Wikipedia

Foto Wikipedia

Während sich Blogger in Arlese über den steigenden (Parmaschinken) oder sinkenden Kurs (Schulrat) der Gemeinde unterhalten, wird in Münchenstein still und leise aber produktiv gearbeitet. Pausenplätze werden mit einem flüsterleisen, samtigen Belag versehen, Ersatzschulratswahlen von bürgerlichen Zusammenschlüssen gewonnen, Anträge noch und noch gestellt und last but not least organisiert der Gewerbeverein Münchenstein ein interessantes Referat von Hans Kaufmann mit dem Titel „2010: Konjunkturaufschwung oder vertiefte Rezession?“  über die Aussichten und Wirtschaftstrends im kommenden Jahr.

Einladung zum Öffnen bitte anklicken

Wir hoffen, dass der Gewerbeverein mit seinem ersten Anlass im Rahmen „Gewerbeforum Münchenstein“ belohnt wird durch einen grossartigen Publikumsaufmarsch.

 

Erkenntnisse aus den Ferien 15. Oktober 2009

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Elba im Abendlicht - Foto by cpza

Elba im Abendlicht - Foto by cpza

Die Erkenntnis, die ich aus Elba mit nach Hause genommen habe, ist die, dass ich wieder einmal feststelle: Wir Schweizer leben in einem unglaublich gut organisiertem Land. Klein, fein, rechtschaffen und ordentlich sind nicht nur Herr und Frau Schweizer, sondern auch unser Staat. Was mir manchmal bünzlig vorkommt, ist nach jedem Italienerlebnis wohltuend. Ausschlaggebendes Erlebnis:

Markt auf Elba. Bedeutet Parkplatzsuche in einem kleinen Städtchen auf dem Hügel mit engen Gassen. Endlich ein freier Parkplatz auf einer (bei uns würde man sagen „Erschliessungsstrasse“), auf einer Seite Halteverbot nach hinten und vorne, auf der anderen Seite keine Signalisation. Alle parkieren dort, also stellen auch wir unseren PW dort ab. Bei der Rückkehr eine Busse: 38 Euro. Als ordentliche  Schweizer sind wir bestrebt, dieses Problem sofort zu lösen und mein Reisebegleiter begibt sich auf die dortige Gemeindeverwaltung. Da perfekt italienisch sprechend, ist es kein Problem, sich zumindest zu verständigen. Was nicht heissen mag, dass wir auch begreifen, denn bezahlen kann man nur auf dem Polizeiposten, welcher nicht in die Verwaltung integriert ist. Nach Auffindung desselbigen endlich Kontakt zu einem echten Carabiniere, der meinem Reisebegleiter freundlich erklärt, er könne die Busse nicht bezahlen, denn er dürfe das Bussgeld nicht entgegennehmen. Das dürfe nur der Chef und der sei jetzt nicht gerade da! Wir sollen die Busse auf der Post einzahlen. Neue Suche im Ort nach dem Postamt, und nach ausführlicher Erklärung der Beamtin dürfen wir unsere 38 Euros endlich loswerden. Wir hatten Glück, in Italien kann man auch nach Besuch von 8 verschiedenen Ämtern noch gleich weit sein wie zu Beginn der Aktion.

Also: Wir beklagen uns auf unglaublich hohem Niveau. Wir sollten die Dinge – auch politisch – etwas entspannter angehen, denn Verbissenheit hat noch nie ein wirklich konstruktives Ergebnis gebracht.

P.S. Preis gibts keinen, denn die, die Tipps gegeben hatten, wussten, wohin die Reise führt. Allerdings haben die beiden betreffenden einen Kreativitätsbonus verdient.